Letzte Entwicklungen an der Hans-Thoma-Schule

Einführung der CNC-Technik im Holzbereich

Ein besonderes Highlight im Herbst 2014 war die Anschaffung einer über hunderttausend Euro teuren und ca. 6m2 großen CNC Maschine für den Holzbereich der Hans-Thoma-Schule. In tagelanger Vorbereitung wurde nicht nur in den Räumen der Holzabteilung alles Nötige unternommen, damit die Anlieferung und Installation der Maschine reibungslos von statten gehen konnte. Auch in den zwei Computerräumen der gewerblichen Abteilung mussten an den Rechnern spezielle softwaretechnische Anpassungen vorgenommen werden, um die bestehenden – aber dennoch aktuellen – Modellierungs- und Konstruktionsprogramme für die CNC Maschine nutzbar zu machen.

Die CNC-Technik findet immer mehr Einzug in die holzverarbeitenden Betriebe, viele große aber auch kleinere Schreinereinen setzen solche Maschinen bereits ein oder arbeiten zumindest indirekt mit dieser Technik. Umso wichtiger ist es, kommende Generationen von Auszubildenden an diese Technik heranzuführen bzw. sie damit vertraut zu machen. Dazu gehört einerseits die Modellierung von Werkstücken mittels spezieller Modellierungssoftware am Computer, die anschließende Simulation der daraus erzeugten CNC-Programme, um Fehler zu erkennen und zu beseitigen und andererseits die Fertigung des Werkstücks mittels entsprechender Konstruktionssoftware an der CNC-Maschine. Hier schließt sich nun der Kreis für die Hans-Thoma-Schule, jetzt können Auszubildende direkt an unsere Schule in beiden Schritten (Modellierung am PC und Fertigung an der CNC-Maschine) unterrichtet werden.

Neuer Ausbildungsberuf und neue Schulart

Im Hochschwarzwald boomt die mittelständische Metallindustrie. Aufgrund des großen Bedarfs der Metall verarbeitenden Unternehmen unserer Region wird im Schuljahr 2011/12 ein neuer zweijähriger Ausbildungsberuf an der Schule installiert: Wir bilden Maschinen- und Anlagenführer aus. Im Sommer 2013 verlassen die ersten fertigen Facharbeiter dieser Richtung unsere Schule.

Auch das Angebot bei den beruflichen Gymnasien wird noch breiter: Neben dem Technischen Gymnasium und dem Wirtschaftsgymnasium gibt es ab dem Schuljahr 2013/14 ein Sozial- und gesundheitswissenschaftliches Gymnasium mit der Fachrichtung Gesundheit an der Hans-Thoma-Schule. Und um allen diesen Klassen einen modernen naturwissenschaftlichen Unterricht bieten zu können, sind wir dabei, sukzessive die Bereiche Physik, Chemie und Biologie zu sanieren und zu modernisieren.

Umbaumaßnahmen

Auch der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, unser Schulträger, bleibt beschäftigt und finanziell gefordert. In den Sommerferien 1994 werden die beiden Küchen in der hauswirtschaftlichen Abteilung von Grund auf erneuert, um der ständig wachsenden Zahl an Auszubildenden aus dem Hotel- und Gaststättenbereich besser gerecht zu werden. Vier Jahre später werden die Klassenräume des kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Gebäudeteils und die Verwaltung den Erfordernissen einer modernen Datentechnik entsprechend renoviert; alle Klassenzimmer erhalten einen Internet-Zugang.

Die aufwändigste (und seit langem dringend erwartete) Baumaßnahme wird aber in der Zeit von 2006 bis 2009 durchgeführt: Im gewerblichen Gebäude werden die seit 1965 weitgehend unveränderten Werkstätten vergrößert und saniert. Die Haustechnik wird von Grund auf erneuert, wir gewinnen neuen Raum durch die Einbeziehung und Überbauung kleinerer Grünflächen. So entstehen moderne, helle Werkstätten, die den Anforderungen des Lernfeldunterrichts entsprechen, darunter eine hervorragend ausgestattete Kfz-Werkstatt mit Labor, mehrere Metallwerkstätten und eine Bauwerkstatt, in der die Grundstufe der verschiedenen Bauberufe unterrichtet werden kann.

Am 16.10.2009 werden sie im Beisein der Landrätin Frau Störr-Ritter der Öffentlichkeit vorgestellt.

Einrichtung einer Übungsfirma

Ein weiteres großes Projekt ist die Einrichtung einer Übungsfirma. Mit Hilfe von Landesmitteln wird ein Großraumbüro geschaffen, in dem jeder Schüler seinen eigenen Arbeitsplatz mit Rechner, Telefon und Faxzugang hat. Am 24. Januar 2003 wird an der Hans-Thoma-Schule eine der ersten Übungsfirmen im Bereich des Regierungspräsidiums Freiburg feierlich eröffnet.

In den letzten Jahren konnten wir das kaufmännische Berufskolleg weiter ausbauen. Wegen der großen Nachfrage bieten wir inzwischen zwei Parallelklassen im ersten Jahr an – jede mit einer eigenen Übungsfirma – und Absolventen mit einem guten Abschluss können in das Berufskolleg II wechseln. Im Sommer 2012 schließt an unserer Schule der erste Jahrgang das BK II mit der Fachhochschulreife ab.

Schule ans Netz und neue Schularten

Seit 1992 gibt es die Hans-Thoma-Schule in ihrer heutigen Form. In diesem Jahr werden die drei zuvor selbständigen beruflichen Schulen in Titisee-Neustadt zu einer Schule zusammengeschlossen. Seit 1992 sind wir also eine Schule. Oder, wie es der Schwarzwälder Bote vom 2. September 1992 formuliert: „Zwei Schulleiter verlieren durch Fusion ihren Sessel“ - und der dritte leitet die erste Drei-Typen-Schule in Südbaden. Arbeit hat er genug: Es gibt Gelder zur technischen Aufrüstung und Vernetzung der Schulen - wir stellen Anträge und entwickeln Konzepte. Gleichzeitig muss die Region Hochschwarzwald um Arbeits- und Ausbildungsplätze kämpfen; wir verlieren die kaufmännische Berufsschule und die Friseure. Aber es kommen neue Angebote im Vollzeitbereich dazu: Schon im Schuljahr 1992/93 wird die Palette bei den zweijährigen Berufsfachschulen ergänzt um das Profil Gesundheit und Pflege, und im Herbst 2000 startet an unserer Schule das neue Berufskolleg Technik und Medien.