„Bevor es zu spät ist“ – Omas gegen Rechts für den Erhalt der Demokratie
„Bevor es zu spät ist“ – Omas gegen Rechts für den Erhalt der Demokratie
In ihrem Workshop: „Bevor es zu spät ist – Was können wir aus der Vergangenheit lernen, um unsere Demokratie zu schützen?“ zeigte eine kleine Fraktion der Omas gegen Rechts aus Freiburg auf, wie wichtig es gerade in der heutigen Zeit ist, einen Blick auf die deutsche Vergangenheit in diktatorischer Herrschaft zu werfen.
Die Tochter eines Zeitzeugen erzählte eine emotionale Geschichte über den langsamen Aufstieg der NSDAP: Was damals mit eingeschlagenen Schaufenstern und ausgeraubten Kassen begann, endete mit dem Tod von 6 Millionen Juden.
Basierend auf dieser Geschichte setzten wir uns mit den Vergleichspunkten zwischen der damaligen Zeit und der heutigen Demokratiekrise sowie dem Aufstieg der AfD auseinander.
Schnell wurde klar: Damals wie heute begann alles mit Unzufriedenheit, Angst und einfachen Lösungen für komplexe Probleme. Damals wie heute baute eine Partei ihr Fundament auf den Ängsten der Gesellschaft und wuchs durch ihre Versprechungen, diese Ängste direkt anzugehen.
Ziel des Workshops war die Erkenntnis, dass das, was heutzutage passiert, vergleichbar ist mit dem, was damals passierte. Die Omas wollten zeigen, dass es von jung bis alt wichtig ist, kritisch zu hinterfragen, miteinander zu sprechen sowie füreinander und für demokratische Werte wie Freiheit und Gleichberechtigung einzustehen.
Die Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sie ist ein Privileg, für das es sich zu kämpfen lohnt.
Wir müssen sie unbedingt erhalten. Für uns. Für unsere Kinder. Für unsere Enkel.
Ich möchte den Omas aus Freiburg, die uns am Tag der Demokratie an der HTS besuchten, meinen persönlichen Dank aussprechen für ihren berührenden und menschennahen Workshop.
Info: Die Omas gegen Rechts sind ein deutschlandweiter Verbund. Sie sind mit ca. 50.000 Mitgliedern die größte Frauenbewegung, die es in Deutschland jemals gab.
von Alessia