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Freitag 24. Juli 2026

SGGS12 besucht Zentrum für Psychiatrie in Emmendingen

Am 24. Juni 2026 besuchte das SGGS 12 das Zentrum für Psychiatrie Emmendingen. Das ZfP ist eine große psychiatrische Einrichtung mit verschiedenen Behandlungs- und Betreuungsangeboten für psychisch erkrankte Menschen.
Ziel des Besuches war es, einen Einblick in den Alltag einer psychiatrischen Einrichtung zu bekommen und mehr über psychische Erkrankungen sowie deren Behandlung zu erfahren. Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler viele Informationen über die Psychiatrie. Anschließend konnten wir das große Gelände besichtigen und verschiedene
Eindrücke sammeln. Der Besuch war für die Klasse sehr interessant und hat gezeigt, dass viele Vorstellungen
und Vorurteile über Psychiatrien nicht der Realität entsprechen.

Um die persönlichen Eindrücke des Besuches genauer zu zeigen, haben wir der Schülern Leonora aus dem SGGS 12 einige Fragen gestellt.

Interviewer: Wie war dein erster Eindruck von der Psychiatrie in Emmendingen?
Leonora: Mein erster Eindruck war, dass die Psychiatrie sehr groß und ziemlich
abgelegen ist. Das Gelände wirkt fast wie ein kleines Dorf mit vielen Gebäuden und
einem großen Park. Es war ganz anders, als ich es mir vorher vorgestellt hatte.
Interviewer: Was habt ihr am Anfang über die Psychiatrie erfahren?
Leonora: Zuerst hatten wir eine Präsentation von Mitarbeitenden. Sie haben uns erklärt,
dass eine Psychiatrie nicht so ist, wie sie oft in Filmen dargestellt wird. Viele Menschen
haben Vorurteile und denken, dass dort alle gefährlich sind, aber das stimmt nicht. Die
Patienten leben dort oft ganz normal.
Interviewer: Was hat euch während der Führung besonders überrascht?
Leonora: Mich hat überrascht, dass man oft gar nicht erkennen konnte, wer Patient und
wer Besucher ist. Manche Menschen kommen auch einfach auf das Gelände, um
spazieren zu gehen oder ins Café zu gehen. Man sieht einer Person nicht sofort an, ob
sie psychische Probleme hat.
Interviewer: Was habt ihr über die Behandlung von psychischen Erkrankungen gelernt?
Leonora: Wir haben gelernt, dass es viele verschiedene Bereiche gibt, zum Beispiel für
Suchtkrankheiten, Kinder, Jugendliche oder ältere Menschen. Besonders interessant
fand ich, dass nicht jede Stimme bei Schizophrenie automatisch etwas Schlechtes ist.
Manche Menschen lernen, mit diesen Stimmen zu leben.
Interviewer: Gab es etwas, das dich besonders beeindruckt oder nachdenklich
gemacht hat?
Leonora: Ja, die Geschichte darüber, wie Psychiatrien früher waren. Früher wurden
Menschen teilweise sehr schlecht behandelt und nicht respektvoll behandelt. Heute ist
die Behandlung viel menschlicher und die Patienten bekommen viel mehr
Unterstützung.
Interviewer: Habt ihr auch etwas über Vorurteile gegenüber psychisch kranken
Menschen gelernt?
Leonora: Ja, wir haben gelernt, dass viele Menschen Angst haben, über ihre
psychischen Probleme zu sprechen, weil sie sonst als „verrückt“ gesehen werden
könnten. Deshalb verstecken manche sogar, dass sie einmal in einer Psychiatrie waren.
Interviewer: Was nimmst du persönlich von diesem Besuch mit?
Leonora: Ich nehme mit, dass eine Psychiatrie ganz anders ist, als viele denken. Der
Besuch hat viele Vorurteile abgebaut und gezeigt, dass psychische Erkrankungen jeden
Menschen betreffen können.

(Melina und Ksenia, SGGS12)

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