Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA)

„SIA“ heißt das neue Kooperationsprojekt, an welchem Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums der Hans-Thoma-Schule und des Kreisgymnasiums teilnehmen. „SIA“ bedeutet Schüler-Ingenieur-Akademie und steht für ein Unterrichtsprojekt, das gleichzeitig an Schulen, Hochschulen und Unternehmen stattfindet und dadurch interessant für die Schüler ist. Das Kreisgymnasium hatte schon Erfahrungen mit dem Projekt gesammelt und durch die Zusammenarbeit mit der Hans-Thoma-Schule im Rahmen des Robert Bosch Projekts konnte das Angebot erweitert werden. Naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schüler der gymnasialen Oberstufe können daran teilnehmen und werden mit Arbeitsmethoden in Hochschule und Berufspraxis vertraut gemacht. Praktische und theoretische Übungen und Projekte aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik oder Betriebswirtschaft werden angeboten. In den ersten Wochen wird das Projekt an der Schule vorbereitet; hier liegt ein Schwerpunkt auf der Digitaltechnik und Halbleitertechnik. In einer zweiten Phase beschäftigen sich die Schüler an der Hochschule Furtwangen mit Robotertechnik und erhalten Einblicke in das Ingenieurstudium. Im Anschluss wird in den beteiligten Betrieben ein konkreter Arbeitsauftrag umgesetzt. Insgesamt sind dieses Jahr 16 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt beteiligt; Auskunft gaben Moritz Hensler und Bastian Bölle, Schüler des Technischen Gymnasiums der Klassenstufe 12. Der Wert des Projekts besteht für sie darin, dass sie einerseits am Hochschulleben teilnehmen und Kontakte mit den Hochschulprofessoren knüpfen können, andererseits Einblick in Unternehmen der Region bekommen. Acht von ihnen werden dies bei TESTO tun, jeweils zwei sind in Bonndorf bei Dunkermotoren, zwei bei der IMS:Gear sowie der FRAMO Morat in Eisenbach. Hier arbeiten die Gymnasiasten zum Beispiel an einem Drehmomentprüfstand und sammeln durch die intensive Betreuung schon wertvolle praktische Erfahrungen. Insgesamt erhoffen sich die Schülerinnen und Schüler dadurch auch eine Entscheidungshilfe für die spätere Studien- oder Berufswahl. Ein schulischer Nutzen besteht darin, dass sie das Projekt als besondere Lernleistung ins Abitur einbringen oder unter Umständen auch einen Prüfungsteil hierdurch ersetzen können. Und nicht zuletzt: die Zeit an der Hochschule oder in den jeweiligen Betrieben macht ihnen jede Menge Spaß. Die beiden Schulen planen eine Fortführung des Projekts; es soll fest im Angebot für die Jahrgangsstufe verankert werden.