Die Juniorfirma

Wenn wir schon eine der wenigen Schulen waren, die fünf unterschiedliche Richtungen der zweijährigen Berufsfachschule unter einem Dach beherbergten, lag es damals nahe, dies für schulartübergreifende Projekte zu nutzen. Das war der Grundgedanke, aus dem im Jahr 2006 unsere „Jufi“ entstand. Wir wollten das Wissen über die Wirtschaft, wie es die 2BFW vermittelt, zusammenbringen mit den Erfahrungen im Produktionsprozess, die die Schüler/innen der hauswirtschaftlichen und der gewerblichen Abteilung in den Werkstätten sammeln.

Das funktioniert dann so:

  • Die gewerblichen und hauswirtschaftlichen Jufi-Mitarbeiter tragen Ideen zu Projekten zusammen, machen Entwürfe und Zeichnungen und fertigen dann die Produkte. Notwendige Materialien werden, wenn wir gut verhandeln, durch Sponsoren zur Verfügung gestellt oder von der kaufmännischen Jufi bestellt, die auch die gesamte Buchführung der Firma abwickelt.
  • Die Mitarbeiter der kaufmännischen Jufi unterhalten einen Kopierer für die Schüler unserer Schule, verkaufen jeden Mittwoch Jufi-Produkte und Büromaterial und füllen auf der Basis eines Wartungsvertrags die Metaplan-Koffer für die Lehrkräfte nach.
  • Im besten Fall gibt es auch gemeinsame Produkte. So entstand z.B. eine Halskette aus Metall, Perlen und einer Lederschnur, die ein echter Verkaufsschlager wurde. Für das metallene Mittelstück wurde nach den Ideen der hauswirtschaftlichen Abteilung von den Schülern der Metallabteilung eine technische Zeichnung erstellt und das Teil angefertigt. Die Kette selbst wurde dann in der Hauswirtschaft hergestellt und verkauft sich bis heute super gut.

Und wenn es mal nicht funktioniert, wissen wir zumindest, was ein Ladenhüter ist.